Fast jeder hat schon einmal mit dem plötzlichen Ruck eines Falltraums aufgewacht. Es ist einer der häufigsten Träume und gleichzeitig einer der am häufigsten missverstandenen.
Fallen ist meist mit einem Verlust von Kontrolle verbunden: eine Position, ein Gefühl von Sicherheit oder ein Selbstbild, das plötzlich bricht. Es kann auf eine Phase folgen, in der du dich zu fest an etwas geklammert hast oder still eine Angst vor einem Ausrutscher hattest, den du nicht zugegeben hast. Doch die ältere Deutung des Fallens ist hoffnungsvoller, als es zunächst erscheint. Fallen bedeutet loszulassen, und Traditionen auf der ganzen Welt beschreiben den Träumer, der im Traum fällt, als jemanden, der in seinem inneren Leben tatsächlich aufsteigt. Der Abstieg markiert das Ende einer Anordnung und den Beginn einer anderen. Ob du verletzt oder unversehrt landest, ist wichtig: Ein unversehrter Fall deutet darauf hin, dass der Verlust wiederherstellbar ist, während eine harte Landung dich auffordert, eine echte Veränderung ernst zu nehmen.
Vor dem Aufprall aufzuwachen ist äußerst häufig. Es bedeutet normalerweise, dass die Veränderung noch vor dir liegt, noch nicht entschieden ist, und du dich darauf vorbereitest, anstatt sie zu leben.
Die Höhe spiegelt oft wider, wie viel du zu verlieren glaubst. Ein Fall aus großer Höhe deutet auf eine Position oder ein Selbstbild hin, das sich weit über dem Boden befindet, dem du vertraust.
Es kann eine sanfte Warnung sein, nicht aus Stolz festzuhalten, aber es ist ebenso oft ein Zeichen dafür, dass du bereit bist, etwas loszulassen und zur nächsten Phase überzugehen.